4 Millionen Stunden Ehrenamtlichkeit - 67. Generalversammlung

Die 67. Generalversammlung im SFZ Schwarzl in Premstätten nutzte der Steirische Blasmusikverband, um auf ein sehr arbeitsreiches Jahr zurückzublicken und Planungen für die Zukunft vorzustellen.

Dem Ruf von LObm. Erich Riegler folgten nicht nur Vertreter der 393 Musikvereine des Bundeslandes in ihren bunten Uniformen und Trachten, sondern auch zahlreiche Ehrengäste, allen voran Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der als zuständiger Volkskulturreferent viel Positives für die steirische Blasmusik bewirken konnte. Seitens des ÖBV war der Kärntner Landesobmann Horst Baumgartner in seiner Funktion als Vizepräsident anwesend.

Empfang vor dem SFZ Schwarzl durch die MM Unterpemstätten-Zettling

Zu Recht bezeichnete Schützenhöfer die heimischen Musikvereine als „größte Jugendorganisation des Landes“, bieten sie doch tausenden von jungen Burschen und Mädchen eine zweite Heimat und ein soziales Netz, in dem sie in einer sicheren Umgebung Freundschaften fürs Leben knüpfen können. So gibt es mittlerweile bereits weit mehr als 100 Jugendkapellen im Land, wobei diese Zahl stark im Steigen begriffen ist. Als „Krönung“ dieser Jugendarbeit kann das Landesjugendblasorchester Steiermark angesehen werden, das unzählige internationale Preise in unser Bundesland holen konnte und am 23. Juni sein 10-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Festkonzerts in Stallhofen zelebrieren wird. Mit einem "weinenden Auge" wurde deshalb auch der angekündigte Rücktritt von LJRef. Wolfgang Jud verkündet, der eben bei diesem Konzert sein Amt in die Hände des bisherigen LObm.-Stv. Domenik Kainzinger übergeben wird.

Gemeinsamer Bericht von LJRef. Jud, LStbf. Schwab, LKpm. Rechberger und LObm. Riegler

Doch auch der „Wirtschaftsfaktor Blasmusik“ darf nicht unterschätzt werden, wie der Kassabericht deutlich hervorstrich. Allein die Ausgaben der steirischen Musikvereine im Jahr 2016 betrugen mehr als 10,5 Millionen Euro, die zu fast drei Vierteln von den Kapellen selbst erwirtschaftet worden sind. Aus der Statistik ging hervor, dass Blasmusiker im Schnitt 225 Stunden ihrer Freizeit, das sind 6 volle Arbeitswochen pro Kopf, nur allein für Proben und Ausrückungen aufwendeten, was insgesamt einer Zahl von ca. 4 Millionen Stunden Ehrenamtlichkeit entspricht.Trotz aller Arbeit ist die steirische Blasmusik nicht müde, sich permanent weiter zu entwickeln. So wird von 29. September bis 1. Oktober 2017 wiederum eine Volkskulturwallfahrt gemeinsam mit dem Steirischen Volksliedwerk, dem Chorverband Steiermark, dem Landestrachtenverband Steiermark, der ARGE Volkstanz und SUMT unter dem Patronat unseres Landeshauptmannes durchgeführt.

 

Aufmerksame Zuhörer in der Halle des SFZ Schwarzl

Blasmusik ist für viele Menschen zu einer Passion geworden. Durch die unermüdliche Arbeit in den Musikverein ist Blasmusik schon lange nicht mehr nur bloße „Bierzeltmusik“. Sie ist ein vollwertiger innovativer Kulturträger, der sich permanent neu erfindet und für unsere Kinder und Jugendlichen zu einer zweiten Heimat geworden ist. LH Schützenhöfer fasste diese absolute Wichtigkeit der Blasmusik in einem Satz zusammen:"Ich bin alt genug, um euch zu sagen, dass die wichtigste Investition überhaupt die in unsere Jugend ist."

Danke noch einmal an das Team des MB Graz-Süd rund um Bez.Obm. Franz Muhr und Bez.Kpm. Willi Berghold für die herzliche Aufnahme und perfekte Organisation bzw. Durchführung der 67. Generalversammlung.

 

Rainer Schabereiter